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Rechtswissen

Wie Sie die Durchsetzung Ihrer Rechte unterstützen können

Der Weg zum Anwalt

Eine gute Vorbereitung hilft Ihrem Anwalt, Ihre Interessen erfolgreich zu vertreten.

  • Anwaltswahl: Sie haben freie Anwaltswahl. Sie entscheiden, welcher Anwalt Sie vertreten soll.
  • Terminvereinbarung: Weisen Sie bereits bei der Terminvereinbarung darauf hin, dass ggf. ein Fristablauf droht (beispielsweise bei Mahnbescheiden, Kündigungen und Zahlungsaufforderungen). Fragen Sie dann auch gleich nach den Kosten der Erstberatung, hier gibt es Pauschalbeträge und Stundenhonorarvereinbarungen.
  • Notwendige Unterlagen:
    • Ihr Anwalt benötigt Ihre Kontaktdaten und falls vorhanden die Kontaktdaten Ihres Gegners.
    • Fassen Sie vorab die wichtigsten Angaben zu Ihrem Rechtsstreit schriftlich zusammen. So können Sie sicher sein, dass Sie nichts vergessen. Denken Sie darüber nach, welches Ziel Sie verfolgen: Wollen Sie eine außergerichtliche Durchsetzung Ihrer Ansprüche erreichen oder direkt den Klageweg beschreiten?
    • Bringen Sie sämtliche Dokumente ggf. in Kopie mit, die Ihren Rechtsstreit betreffen, insbesondere Schriftverkehr sowie Verträge.
    • Sofern es sich um fristgebundene Streitigkeiten handelt, sind auch die Poststempel der Briefumschläge hilfreich, da sie Aufschluss über mögliche Fristversäumnisse Ihres Gegners geben können
    • Falls Zeugen relevant sind, sollten auch deren Kontaktdaten dem Anwalt übergeben werden.

Das Gespräch mit dem Anwalt

  • Nachdem Sie Ihrem Anwalt den Fall vorgetragen und die Unterlagen zur Verfügung gestellt haben, wird Ihr Anwalt Ihnen erklären, wie er den Fall bewertet und welche Erfolgschancen er sieht.
  • Juristendeutsch ist oft nicht leicht verständlich. Wenn Sie etwas nicht verstanden haben, fragen Sie nach. Ihr Anwalt klärt Sie gerne auf.
  • Ihr Anwalt arbeitet für Sie. Informieren Sie ihn daher stets umfassend und ehrlich über alles, was Ihren Fall betrifft. Nur so können Sie zum Erfolg kommen.
  • Sprechen Sie auch die Anwaltskosten an. Lassen Sie sich die Kosten für ein mögliches Gerichtsverfahren erklären.

Prozesskostenhilfe

  • Unter bestimmten Voraussetzungen gewährt die Landeskasse Prozesskostenhilfe und trägt Gerichtskosten, Anwaltskosten und Auslagen für Zeugen und Sachverständige.
  • Dazu müssen Sie nachweisen, dass Sie aus wirtschaftlichen Gründen nicht in der Lage sind, die Kosten für eine Rechtsverfolgung aufzubringen und Ihre Sache bzw. Angelegenheit die nötigen Erfolgschancen hat.
  • Das Gericht kann allerdings auch nachträglich anordnen, dass Sie die Prozesskosten in Raten zurückzahlen müssen. Auch kann das Gericht vier Jahre nach einem rechtskräftigen Urteil Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse prüfen und von Ihnen eine Rückzahlung der Prozesskostenhilfe verlangen.